Donnerstag, 28. Mai 2026: Balmoral
Heute fahren wir zu einer besonders tollen Bäckerei, um Zmorgen zu essen. Und tatsächlich ist das die grösste Auswahl an Backwaren, die wir wohl je gesehen haben – alle sind vor Ort entstanden. Gabi entscheidet sich für ein klassisches Gipfeli, ich bestelle einen Key Lime Berliner und bei Chrige war alles so schnell weg, dass ich gar nicht hinschauen konnte. Zusätzlich nehmen wir etwas zum Zvieri mit.
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Danach machen wir uns wieder auf grosse Fahrt: Heute legen wir die grösste Strecke unserer Reise zurück, um wieder zurück nach Edinburgh zu gelangen. Das Navi führt uns erneut durch grosse Wälder und über karge Hügel, immer darauf bedacht, dass es möglichst schmale Strassen sind. Vielleicht ist das bei Mietautos für Touristen ja so voreingestellt? Unterwegs halten wir auch mal für den ersten Tankstopp. Zum Glück habe ich das in drei Jahren Elektroauto nicht verlernt.
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Kurz vor 13 Uhr treffen wir in Balmoral ein. In der Sommerresidenz der britischen Königin Elisabeth II. hat sie jedes Jahr die Sommermonate verbracht. Hier gefiel es ihr am besten, und hier ist sie 2022 auch gestorben. Wir essen erstmal im Café Zmittag: Mac&Cheese, ein Panini und einen Poulet-Pie mit Kartoffeln.
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Das Schloss ist privates Eigentum der britischen Königsfamilie, und ist weiterhin in Gebrauch. So können wir nur die Gärten und den relativ neuen Ballsaal erkunden, in dem viele Fotos der Königin ausgestellt sind. In einem der Gärten finden wir ein Labyrinth in Form einer Distel-Knospe. Aber auch die übrigen Gärten sind interessant. Neben einem Nutzgarten in vollem Betrieb treffen wir auf der Rückseite des Schlosses einen versunkenen Garten und einen weiteren Lustgarten mit lustig geschnittenen Büschen.
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Aus der Distanz sind wir nicht sicher, ob wir auf einem Feld in weiter Ferne Highland-Rinder sehen oder normale Kühe. Wir spazieren also dorthin, und treffen tatsächlich auf eine kleine Herde der typischen braunen Langhaar-Tiere. So nahe haben wir bisher keine gesehen, und das ist sicher die letzte Gelegenheit. Aus der Nähe sehen sie noch amüsanter aus mit ihrem zottligen Fell, das weit über Augen und Nasen reicht, und den breiten Hörnern, mit denen sie sich gerne zwischendurch kratzen. Sie sind gleichzeitig neugierig und ein bisschen scheu. Sie schauen uns genauso interessiert an wie wir sie, aber bitte mit dem gehörigen Abstand.
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Die weitere Fahrt führt uns wieder über rollende Hügel und durch breite Täler, in denen sich grössere und kleinere Bäche ihren Weg bahnen, oft in vielen Kurven. An der höchsten Stelle sehen wir einen Sessellift zum Skifahren, der sogar läuft. Aktuell bringt er aber sicher nur Wanderer nach oben und wieder zurück. Die paar Schneefelder, die ganz oben auf den Bergketten liegen, reichen sicher nicht aus zum Skifahren.
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Bei Queen’s View stürzen wir uns auf das späte Zvieri – es ist schon 18 Uhr geworden. Dabei geniessen wir den schönen Ausblick. Es war der Lieblingsort der Königin, allerdings einer anderen: von Königin Isabel, Frau des Schotten-Königs Robert the Bruce, über den wir am ersten Tag im Stirling Castle viel gelernt haben.
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Endlich kommen wir auf eine Autobahn… und stehen bald im Stau. Auch hier hilft die Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung – nicht pro Fahrtrichtung, sondern insgesamt – mit Lichtsignal überhaupt nicht. Unterwegs halten wir an einer Raststätte, um Sandwiches fürs Znacht einzukaufen. Das ist eine gute Idee, denn als wir nach weiteren Staus rund um Edinburgh endlich bei unserem Hotel eintreffen, ist es schon fast zehn Uhr abends.
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