Donnerstag, 22. Oktober 2026: Ein noch viel grösseres Chaos am Eurotunnel-Terminal
Ich stehe früh auf und besorge Zmorgen, Getränke und Sandwiches für die Fahrt und die übliche Schachtel Donuts. Ein bisschen später als geplant fahren wir los und kommen gut vorwärts.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Wir treffen um 11 Uhr beim Eurotunnel in Folkestone ein und stehen bald in einer Warteschlange. Sie hätten Verbesserungen vorgenommen, schrieb LeShuttle Gabi noch per E-Mail. Das ist aber definitiv nicht besser. Doch es wird noch schlimmer: Als wir endlich zum Terminal gelangen, informiert uns die grosse Anzeigetafel: «Die Wartezeit beträgt 3 Stunden». Das erklärt die vielen Autos und die lange Warteschlange. Bei einem Zug habe plötzlich die Warnlampe für die Bremsen geleuchtet, erklärt uns ein Mitarbeiter. Dieser habe dann beim Tunnelausgang angehalten und die Geleise blockiert. Mittlerweile konnte der Bahnbetrieb wieder aufgenommen werden, aber alle Passagiere haben nun Verspätung. Wir laden also LucY, als endlich ein Supercharger frei wird. So können wir die Wartezeit wenigstens sinnvoll nutzen. Inzwischen werden auch wieder Buchstaben angezeigt, verteilt auf zwei Züge pro Stunde. Wenn das so beibehalten wird, fährt unser Zug erst um 17:44 Uhr. Ob das so stimmt? Nein, keinesfalls, versichern uns zwei separate Mitarbeiter. Die uns damit dreist angelogen haben. Hätten wir das früher gewusst, hätten wir auf die Autofähre umgebucht.
ENDLICH ist es dann soweit. Und wir wundern uns: Die Spuren zum Aufreihen vor der Fahrt aufs Perron sind alle voll, auch mit Autos der vorherigen zwei Buchstaben. Sie waren also noch gar nicht an der Reihe? Als letztes Auto fahren wir doch noch auf den Zug, als wir die Hoffnung schon aufgegeben haben.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Bis wir in Frankreich ankommen, alle vor uns den Zug verlassen haben und wir auf der Autobahn sind, zeigt die Uhr 19:30 Uhr. Eine Stunde haben wir ja auch mit der Zeitverschiebung verloren, und neun Stunden Fahrt vor uns. Das ist gar nicht gut. Auf dieser Reise hat uns LeShuttle wirklich schwer enttäuscht.
Mit der Zeit hören wir auf, die Ladestopps zu zählen. Vier oder fünf sind es schlussendlich, aber immerhin nur kurze. Es reicht jeweils, um auf die Toilette zu gehen oder die letzten Reste der Sandwiches zu essen. Unterwegs halten wir uns mit Hörspielen wach: Rund 15 Episoden von «Cabin Pressure» schaffen wir.
Den letzten Ladestopp machen wir in Pratteln. Und wir staunen, dass hier um 3:30 Uhr morgens rund zehn Teslas laden, mehrheitlich mit Kennzeichen aus der Region. Haben ihre Besitzer etwa Schlafprobleme oder laden hier auf dem Hin- oder Rückweg der Schichtarbeit?
Eine Stunde später treffen wir endlich zu Hause ein und fallen müde ins Bett.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |



















