Sonntag, 15. Februar 2026: Ein verregneter Abschied

Schon ist unser letzter Tag in London gekommen. Wir packen und lassen das Gepäck im Hotel. Weil es in Strömen regnet, nehmen wir das Taxi zum Wolseley. Im ehemaligen Showroom des britischen Autoherstellers Wolseley, der 1927 von Morris übernommen wurde und 1975 seine Tätigkeit einstellte, befindet sich ein elegantes Restaurant. Unsere Freundin ist schon hier, als wir eintreffen. Ich freue mich über die Gelegenheit, ein English Breakfast zu essen, während Gabi einfach ein (riesiges!) Gipfeli mit Butter und Honig bestellt. Die Eggs Royale, für die sich unsere Freundin entscheidet, sehen auch toll aus. Ja, das ist ein guter Start in den Tag.

Jetzt wird es abenteuerlich: Wir nehmen die U-Bahn zur Bond Street. Mit verschiedenen Liften gelangen wir in die Tiefe und müssen zuerst ein ziemliches Stück gehen, bis wir zum Perron gelangen. Die Hälfte des Wegs haben wir wohl schon zu Fuss zurückgelegt. 😉 Das Ganze klappt recht gut – auch mit dem Bezahlen. Es ist das erste Mal, dass wir beim Ein- und Aussteigen einfach das Telefon hinhalten und nicht mehr die Oyster Cards.

Wir treffen um 12 Uhr beim Disney Store ein, als gerade die Öffnungszeremonie läuft. Das erste Kind in der Warteschlange darf mit einem grossen Schlüssel das symbolische Schloss öffnen. Wenn wir nicht gleichzeitig im strömenden Regen warten müssten, könnten wir es mehr geniessen. Aber jänu, ein bisschen englisches Wetter kann nicht schaden. Im Disney Store sehen wir viele schöne Dinge und kaufen fast einen königlichen Donald. Oder einen Winnie the Pooh und Piglet im Regenmantel – so herzig! Und wir bewundern all die Prinzessinnen-Kostüme für Kinder, die immer detaillierter werden.

Bei Regen macht das Lädele an der Oxford Street einfach nicht gleich Spass. Wir besuchen deshalb einfach das Selfridges Kaufhaus. Hier hat es alles. Und weiterhin stehen die meisten Leute bei Jellycat für tolle Plüsch-Kreationen an. Noch einen kleinen Abstecher hinüber zur Marks & Spencer Foodhall für letzte Besorgungen, bevor wir wir noch zusammen etwas trinken und ein paar Spaghettibällchen essen. Dann müssen wir uns auch von unserer Freundin verabschieden. Sie bleibt noch einen Tag und will morgen eine Ausstellung zu Marie Antoinette besuchen.

Zurück im Hotel holen wir das Gepäck, stecken die letzten Einkäufe in die Reisetasche – hier hätte sogar noch ein bisschen mehr Platz gehabt – und nehmen dann das Taxi zur Paddington Station. Mit dem Heathrow Express gelangen wir zum Flughafen und sind schön früh dran. Zum Glück, denn das Einchecken dauert ewig lange. Es reicht aber noch wunderbar, um bei Pret ein Znacht fürs Flugzeug zu besorgen und in ein paar andere Läden reinzuschauen.

Unser Gate wird einfach nicht angezeigt, obwohl es eigentlich gleich Zeit zum Einsteigen ist. Wir fragen am Schalter nach und wissen dann endlich wo wir hingehen müssen. Mühsam, denn als wir am Gate eintreffen, hat das Einsteigen bereits begonnen. Als wir auf den Assistenzdienst warten, erhalte ich eine Whatsapp-Nachricht: «Wir sind wohl auf demselben Flug!» Da sehe ich auch schon in der Ferne meinen Göttibueb Dario winken. Er war mit seinem besten Freund zwei Wochen lang in Japan und ist gerade auf dem Rückweg – 24 Stunden lang sind sie bereits unterwegs und mussten jetzt in Heathrow umsteigen. So ein Zufall!

Der Flug selbst verläuft reibungslos, und auch das Abholen am Flugzeug. Mühsam ist aber die Fahrt nach Hause: In Basel ist die Autobahn gesperrt, danach lange nur einspurig befahrbar. Um viertel vor zwölf treffen wir endlich in Ostermundigen ein. Home sweet Home. Und morgen geht’s wieder ins Büro.