Sonntag, 24. Mai 2026: Kelpies, Stirling Castle und Loch Lomond
Im nahen Tesco besorgen wir uns ein Frühstück und fahren damit zu den Kelpies. Die 30 Meter hohen Skulpturen zeigen zwei Wassergeister in Pferdegestalt, die Kelpien. In schottischen Sagen bieten sie Wanderern und anderen Menschen an, sie auf ihrem Rücken über Flüsse oder Seen zu tragen. Stattdessen ziehen die Kelpien sie in die Tiefe und verspeisen sie. Zum Glück scheinen diese beiden gerade keinen Hunger zu haben. Die Statuen gefallen uns jedenfalls sehr. Vor allem stehen sie passend im Wasser und sind über einen Kanal mit Drehbrücken auch auf dem Wasserweg zu erreichen.
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Dann fahren wir zum Sterling Castle. Von etwa 1100 bis 1685 war die Burg hoch über der Stadt eine der Hauptresidenzen der schottischen Könige. Im Laufe der Jahre wurde sie immer wieder von englischen Truppen erobert und von den Schotten zurückerobert – auch wegen ihrer strategisch wichtigen Lage. Die meisten heutigen Gebäude stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die Anlage ist riesig! Und ziemlich verwinkelt. Überall gibt es etwas zu entdecken, und der Ausblick von der Wehrmauer reicht extrem weit. Interessant sind auch die vielen Wandteppiche mit Einhorn-Motiv und das Wappen von Robert I. von Schottland mit einem roten Löwen auf goldenem Grund. Mit seinen blauen Krallen und der blauen Zunge sieht er praktisch identisch aus wie das alte Wappen der Habsburger. Mit einem feinen Mittagessen im Burg-Café schliessen wir unseren Besuch ab.
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Nachdem wir von mehreren Stellen in der Burg in der Ferne das Wallace-Monument gesehen haben, wollen wir noch dort vorbeifahren. Der Turm mit seiner speziellen Dachkonstruktion gedenkt dem schottischen Freiheitskämpfer William Wallace. Doch wir finden heraus, dass weder der lange Fussweg noch der Shuttle-Bus mit dem Rollstuhl benutzbar sind, weshalb wir auf den Besuch aus der Nähe verzichten.
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Stattdessen fahren wir in Richtung Loch Lomond und machen dort einen Zwischenstopp. Nein, nicht beim Lieblings-Whisky von Captain Haddock aus «Tim und Struppi», aber bei einem Farm-Shop. Hier legen wir einen entspannenden Zvieri-Halt ein, mit Glacé, Milchshake und frischen Früchten. In der Distanz grasen Highland-Kühe, von denen wir auf unserer Reise hoffentlich noch mehr sehen.
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Da sich der Verkehr zurück zum Hotel weiterhin stark staut, fahren wir in die andere Richtung weiter. Schon bald entdecken wir die Ortschaft Luss und ihren kleinen Pier auf den See hinaus. Und eigentlich wäre hier alles malerisch und ruhig, wenn da nicht die Möchtegern-Machos auf ihren Jetskis wären. Sie verursachen einen Lärm, der eigentlich sehr untypisch für diese Gegend ist.
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Im Hotel bleibt dann eigentlich nur noch übrig, etwas zum Znacht zu besorgen. Hier fällt die Wahl nicht schwer: Um diese Zeit hat am Sonntag eigentlich nur noch das Subway im nahen Tankstellen-Shop offen. So ist diese Frage also schnell geklärt. Dabei freue ich mich über die grossartige Getränke-Auswahl im Shop – und mache regen Gebrauch davon.
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